Genusswochen in Sankt Englmar

Heimat geniessen - mit allen Sinnen! Wir bringen Ihnen die regionalen Spezialitäten näher. Zwei Wochen lang geniessen: bei Wanderungen, Musik, und natürlich die Schmankerl: frisch zubereitet

ENGLMARER GENUSSWOCHEN - ZWEI WOCHEN UNTER DEM MOTTO „HEIMAT GENIESSEN“

Sankt Englmar, einer von 100 Genussorten in Bayern, bietet seinen regionalen Spezialitäten eine besondere Bühne: Nach dreimal Vorwald Streuobstwoche gibt’s in diesem Jahr zum dritten Mal Genusswochen vom 27. September bis 11. Oktober unter dem Motto „Heimat genießen“. Rund um das Erntedankfest wird eine Fülle von frischen, heimischen Köstlichkeiten in den Wirtshäusern, Restaurants, auf den Hütten und in den Cafés der Urlaubsregion mit viel Kreativität verkocht und geschmackvoll verarbeitet. Die heimischen Produkte Englmarer Weidekalbin, Grünmühlforelle, Greindlschnaps, Streuobst und Wild, dazu Natur, Kultur und Landschaft sowie Einfallsreichtum und Gastfreundschaft der Wirtinnen und Wirte – das sind die Säulen des Genussortes Sankt Englmar. Sie alle stehen für besondere Genusserlebnisse, die auf die Gäste warten. Artgerechte Tierhaltung, standortgerechter Anbau, absolute Frische, kurze Transportwege und Klasse statt Masse sind die Prämissen der teilnehmenden Genusswochenbetriebe.

Dazu gibt es eine Reihe interessanter Veranstaltungen, die Produkte aus der Region im Fokus haben:

Den Auftakt bildet der Kirtasonntag am 27. September. Vormittags spielt die Blaskapelle Perasdorf um 11 Uhr zünftig auf, bevor dann die heimische Gastronomie mit Kirtaschmankerln aufwartet. Bei Spezialitäten Flohr am Anger werden zudem Steckerlfische gegrillt. Abends gibt es dann Songs im Park mit Hanse & Christian. Am Montag, 28. September, bringt Wanderführer Rudi Schötz neben der Historie des Ortes den Teilnehmern beim Dorfspaziergang auch die regionalen Spezialitäten näher. Am Donnerstag, 1.10. führt die Goldsteigwanderung über Grünmühl und Münchszell nach Maibrunn und die Teilnehmer haben die Möglichkeit zur Einkehr im Genussortbetrieb Gasthof Reiner in Grün.
Bei der Englmarer Hüttenwanderung am Freitag, 9. Oktober, genießen die Teilnehmer Spezialitäten im Rahmen eines 4-Gänge-Menüs in verschiedenen Gasthäusern rund um den Pröller. Am Samstag, 10. Oktober, steht um 13.30 Uhr ein Besuch der Edelobstbrennerei Greindl mit Verkostung der feinen Brände auf dem Programm. Am Sonntag, 11. Oktober, beschließen wir mit den Klängen der „Stadtkapelle Viechtach“ die diesjährigen Genusswochen unter Pandemiebedingungen.
Tourist-Info und Englmarer Gastronomen laden herzlich ein und freuen sich auf zahlreiche Teilnehmer bei den verschiedenen Veranstaltungen! Bei allen Veranstaltungen ist die Teilnehmerzahl beschränkt; Anmeldung jeweils bis zum Vortag bei der Tourist-Info Sankt Englmar unter 09965-840 320. Details und Anmeldebedingungen finden Sie auch auf der Homepage www.sankt-englmar.de .

Tourist-Info und Englmarer Gastronomen laden herzlich ein und freuen sich auf zahlreiche Teilnehmer bei den verschiedenen Veranstaltungen!

>> Hier geht es zum Programm (PDF)

 

DER Goldsteig-Ge(h)nuss

Englmarer Genusswoche Freitag, 09.10.2020 – Englmarer Hüttenwanderung – Ein Goldsteig-Ge(h)nuss in vier Gängen

Am vorletzten Tag der Englmarer Genusswochen gibt es die regionalen Spezialitäten noch einmal geballt im Rahmen der Englmarer Hüttenwanderung. Und damit es anschließend keine „Rückstände“ auf den Hüften gibt, ist für ausreichend Bewegung zwischendurch gesorgt.

Stille hören – Weite spüren – Heimat genießen…So ist diese Tour überschrieben, denn sie bietet die perfekte Verbindung von eindrucksvollen Naturerlebnissen, regionaler Kulinarik und aktiver Erholung rund um den frischgekürten Genussort Sankt Englmar. Die Wanderung beginnt um 17.00 Uhr beim Gasthaus am Predigtstuhl in Sankt Englmar. Von dort führt die Route zuerst zum Tannenhof auf einen Aperitif, der auf die Wanderung einstimmt. Die regionaltypische Vorspeise gibt es anschließend im Gasthaus am Predigtstuhl. Über den Zuckerhut führt der Weg Richtung Pröllergipfel, auf dem sich bei klarem Wetter ein eindrucksvoller Blick auf den Bayerwaldhauptkamm und das Regen- und Zellertal bietet. Vom Gipfel führt der Weg steil bergab zum urigen Prellerhaus, wo der Hauptgang serviert wird. Danach geht es eher gemächlich weiter: Fast höhenlinienparallel führt der Weg zurück nach Sankt Englmar/Predigtstuhl, wo beim Ausgangspunkt eine Dessertüberraschung die Wanderer für ihre Anstrengungen belohnt. Und weil´s so schön war, wird sich der eine oder die andere sicherlich noch einen Absacker gönnen und die Erlebnisse des sportlich-kulinarischen Sommerabends Revue passieren lassen…

Tourdaten und weitere Infos gibt es bei der Tourist-Info Sankt Englmar, Tel. 09965 840320 bzw. unter www.urlaubsregion-sankt-englmar.de.

Auf den Spuren der Weidekalbin

Auf den Spuren der Weidekalbin  

Die Weidekalbin ist ein Produkt der „Sankt Englmarer Bauernspezialitäten“. Sie geht auf die Initiative von Landwirten und Gastronomen zurück, die bereits vor über 25 Jahren den hohen Wert eines Produkts mit strengen Qualitätskriterien und dem beiderseitigen Nutzen einer solchen Initiative erkannten. Aber nicht nur Wirte, sondern auch Privatpersonen können das Fleisch bei den Direktvermarktern erwerben.

Derzeit ziehen insgesamt sechs landwirtschaftliche Betriebe auf Englmarer Gemeindegebiet Weidekalbinnen auf und Produkte davon werden in ca. 10 gastronomischen Betrieben in Sankt Englmar angeboten. Erst kürzlich wurde ein neues Produkt aus der Taufe gehoben – die Englmarer „Weiderind-Salami“. Sie läuft im „Testbetrieb“ und kann bei einigen Gasthäusern verkostet werden. Für das Fleisch ist die Nachfrage stets höher als das Angebot, es gibt keine Absatzprobleme. Die Garantie hoher Qualität für die Abnehmer rechtfertigt auch vergleichsweise etwas höhere Preise, die sich wiederum günstig auf die Erwerbsbasis der Landwirte und somit den Erhalt der kleinbäuerlichen Landwirtschaft auswirken. Diese ist aufgrund ihres Beitrags zur Landschaftspflege für die Tourismusregion von entscheidender Bedeutung.

Um auch die Gäste für die regionalen Produkte zu sensibilisieren, lernen die Teilnehmer der Bauernhofwanderung „Auf den Spuren der Weidekalbin“ mit Wanderführer und Landwirt Alfons Venus einen Weidekalbinnen-Aufzuchtbetrieb kennen und sehen, wo und wie sie gehalten werden. Zum Abschluss können Produkte von der Weidekalbin bei einer Einkehr auch verkostet werden.
Die Tourist-Information Sankt Englmar lädt herzlich ein und freut sich auf zahlreiche Besucher.

Flüssiges Obst und Genuss

Englmarer Genusswoche – Flüssiges Obst und Genuss

Ein Tag im Rahmen der Englmarer Genusswoche ist einer weiteren Säulen des Genussortes gewidmet, dem „Greindlschnaps“. 140 Jahre schon gab es die Traditions-Bäckerei Greindl am Sankt Englmarer Kirchplatz, bis sie im Dezember 2017 ihre Pforten schloss und nunmehr die Betriebszweige Konditorei, Tagescafé und Edelobstbrennerei weiterbetrieben werden. Seit 115 Jahren, seit August 1903, werden im Betrieb edle Brände hergestellt. Ursprünglich wurden vor allem Wacholder- und Kartoffelschnaps, also Gin und Wodka, hergestellt, diese sind jedoch den edlen, d.h. doppelt gebrannten Obstbränden gewichen. Das Obst dafür kommt direkt aus Sankt Englmar oder der Region. Als Hommage an den Ortspatron haben die Greindls das „Englmari-Wasserl“ kreiert. Es wird – entsprechend dem regionalen Angebot – aus Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren gebrannt und hat einen Alkoholgehalt von 40% Vol.

Viele Geschichten ranken sich natürlich um den Genuss des Greindl-Schnapses: So z.B. hatte der frühere Postbote im Ort, Jakob Piermeier (Jahrgang 1904), folgendes Gesundheitsgeheimnis: Viel Bewegung – die hatte er aufgrund seines Berufes sowieso, nicht zu viel essen und jeden Tag in der Früh auf nüchternen Magen einen Greindlschnaps. Danach erst gabs die Brezn – ebenfalls aus der Bäckerei Greindl. Jakob Piermeier wurde 85 Jahre alt und war zeitlebens nie ernsthaft krank.
Ein Stammgästepaar aus dem Ruhrgebiet, holte sich wie jedes Jahr bereits am ersten Ferientag eine Flasche Greindlschnaps zur Versüßung des Urlaubs. Die gewünschte Sorte war im Laden bereits ausverkauft und so machte sich die Chefin des Hauses auf zur Brennerei um Nachschub zu holen – gut, dass just an diesem Tag gebrannt wurde. So füllte sie die Flasche des gewünschten Brandes auf und verkaufte sie an das Ehepaar. Kurz darauf fiel dem Juniorchef und Schnapsbrenner auf, dass beim doppelt gebrannten, unverdünnten Schnaps etwas fehlte. Schnell wurde klar, dass jemand das Gästeehepaar vor der „hinterfotzigen“ Spirituose warnen sollte. Man suchte das Ehepaar im Quartier auf. Es war bester Laune, da es bereits fast die ganze Flasche vom Greindlschnaps konsumiert hatte. Der Kommentar des Gastes dazu: „Heuer ist er besonders gut geraten. Wir können gar nicht mehr aufhören damit!“