Mia samma Genussort! – Sankt Englmar wird vom Landwirtschaftsministerium ausgezeichnet

Erstellt am 29.05.2018

Unter dem Motto „Bayern sucht die 100 besten Genussorte“ hat sich das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf die Suche nach Orten mit eigenständiger kulinarischer Tradition, die den Genuss zum außergewöhnlichen Erlebnis für Einheimische und Gäste werden lassen, gemacht. Knapp 300 Orte haben sich um diese Auszeichnung beworben. Im Rahmen eines Festaktes in der Würzburger Residenz wurden die Gewinner von Staatsministerin Michaela Kaniber ausgezeichnet.

Im Rahmen eines Festaktes in der Würzburger Residenz wurden die Gewinner von Staatsministerin Michaela Kaniber ausgezeichnet. Bürgermeister Anton Piermeier nahm die Auszeichnung entgegen. Mit dabei waren auch Astrid Piermeier von der Tourist-Info, die für die Bewerbung verantwortlich war sowie von Produzentenseite Sophia Greindl von der Edelobstbrennerei Greindl. Auch die stellvertretende Landrätin Barbara Unger ließ es sich nicht nehmen, die Englmarer nach Würzburg zu begleiten und zeigte somit die hohe Wertschätzung für die Auszeichnung von Landkreisseite.


In einer etwa 40-seitigen Bewerbung wurde dargelegt, warum sich Sankt Englmar als Genussort auszeichnet.
Folgende kurze Zusammenfassung der Inhalte zeigt, warum die fachkundig besetzte Jury mit Vertretern aus den Bereichen Kultur, Kirche, Wissenschaft, Haus der bayerischen Geschichte, Tourismus, Slow Food, Landwirtschaft, Lebensmittel-Handwerk, Gastronomie, Verbraucherinteressen und Verbraucherschutz sowie den Medien Sankt Englmar ausgewählt hat:
Der Luftkur-, Sommerfrische-, Wintersport-, Wallfahrts- und bald Genussort Sankt Englmar ist ein beliebtes Urlaubs- und Naherholungsziel, das sich seinen ländlichen Charakter bewahrt hat und seine (kulinarischen) Traditionen gerne pflegt
Höhenlage, Waldbestand und Kargheit der Böden prägen die landwirtschaftliche Produktion und sind Basis für die kulinarischen Besonderheiten: Englmarer Weidekalbin, Grünmühlforelle, Greindlschnaps, Streuobst und Wild. Die Erzeugung der Produkte kann vor Ort erlebt werden: Edelobstbrennerei Greindl und Forellenzucht und -räucherei Grünmühl verfügen über Manufakturcharakter, die Aufzucht der Weidekalbinnen trägt sehr positiv zum Landschaftsbild bei!
Im Ort, der nur etwa 1.800 Einwohner zählt, gibt es zwei Metzgereien (Meisterbetriebe), eine Bäckerei/Konditorei und eine Konditorei (Meisterbetriebe), die nach handwerklicher Tradition und Prinzipien arbeiten. Es wird nachhaltig produziert und die Produkte haben hohen regionalen Identifikationswert: "Englmarer Weidekalbin", "Grünmühlforelle", "Englmari-Wasserl" sind jeweils eine Hommage an den Ort.


In 30 gastronomischen Betrieben wird nach handwerklicher Tradition unter Verwendung v.a. regionaler und – je nach Verfügbarkeit – saisonaler Produkte gekocht. Die heimischen Spezialitäten sind fester Bestandteil auf dem Speiseplan - sowohl in der Gastronomie als auch bei den Einheimischen. Regionale Spezialitäten genießt man in Sankt Englmar sowohl in der urigen Berghütte als auch im Spitzenrestaurant eines der vier 4-Sterne-Hotels -überall kommt viel Frisches und Einheimisches auf den Tisch. Viele Köche entdecken die traditionellen Produkte für sich und interpretieren sie neu.


Eine Reihe von Veranstaltungen widmet sich im Jahresverlauf dem Thema regionale Spezialitäten. Bei der Englmarer Kneipp-Gesundheitswoche, der „Vorwald Streuobstwoche“ oder dem Almkirta beim Prellerhaus wird der regionalen Kulinarik in besonderer Weise Rechnung getragen. Neu ist die „Englmarer Hüttenwanderung – ein Ge(h)nuss in 4 Gängen“, die sich größter Beliebtheit erfreut.