Das Hochfest am Pfingstmontag im Bayerischen Wald:
Englmarisuchen mit Reiterprozession
An Pfingsten feiern die Englmarer ihr "Englmari-Suchen"
Eine alte lateinische Handschrift im Pfarrarchiv berichtet: "Sankt Engelmar war ein Bauer nahe Passau. Aus Liebe zu Christus verzichtete er auf irdische Güter und entschloß sich zum Einsiedlerleben. Er begab sich hierher und baute sich eine Klause. Den Lebensunterhalt erwarb er sich durch seiner Hände Arbeit. Seinem Schöpfer diente er mit Nachtwachen, Fasten und Gebet. Bei den Leuten ringsum war er sehr beliebt. Da wurde sein Gefährte von Neid erfaßt und erschlug ihn mit einem Beil. Mit Schnee und Reisig bedeckte er den Erschlagenen. Dies geschah am 14. Januar 1100. Um Pfingsten fand ein vorbeikommender Priester den Leichnam.


Die Erinnerung an das Auffinden des Toten wird alljährlich am Pfingstmontag mit dem sogenannten "Engelmarisuchen" begangen. Es besteht in einem Umritt mit geschmückten Pferden und zeitgetreu kostümierten Personen. Die im Wald versteckte Engelmarfigur wird dann von einem Ochsengespann zur Kirche gefahren.
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Schon kurz nach 1125 wurde ein Grabmal aus Stein errichtet, das die Inschrift trug: "Im Jahr 1100 wurde der selige Engelmar im Wald erschlagen". Die Grabstätte lockte Pilger und Siedler in die Waldwildnis und wurde schließlich zur Dorfmitte und zu einem Wallfahrtsziel auf Jahrhunderte hinaus.













